Do, 30.4.2020 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg Großer Saal Ausverkauft € 17.00 | 33.00 | 55.00 | 75.00 | 94.00 Weitere Informationen zum Ticketkauf

NDR Elbphilharmonie Orchester / Alan Gilbert

Für Komponisten ist die Zahl Neun etwas Magisches: Beethoven schrieb neun Sinfonien, Dvořák ebenfalls, Bruckner konnte seine Neunte nicht mehr vollenden – und Gustav Mahler hätte vielleicht keine Zehnte mehr beginnen sollen. »Es scheint, die Neunte ist eine Grenze. Wer darüber hinaus will, muss fort. Die eine Neunte geschrieben haben, standen dem Jenseits zu nahe«, glaubte Arnold Schönberg. Und in der Tat wirkt Mahlers letzte vollendete Sinfonie wie ein Abschiedswerk. Er schrieb sie in einer Phase voller Depressionen und Angstzuständen, sterbenskrank und angegriffen von privaten Verlusten.

Die Uraufführung im Jahr 1912 sollte der Komponist nicht mehr erleben. Und dennoch zeugt die Musik nicht etwa von Schicksalsergebenheit. Im Gegenteil: Laut Alban Berg ist der erste Satz »das Allerherrlichste, was Mahler geschrieben hat. Es ist der Ausdruck einer unerhörten Liebe zu dieser Erde, die Sehnsucht, im Frieden auf ihr zu leben, sie, die Natur, noch auszugenießen – bevor der Tod kommt.«

Geradezu unfassbar viel Zeit nimmt sich Mahler so auch, das Hauptmotiv des letzten Satzes in unendlicher Langsamkeit verstummen zu lassen. Ein einzigartiger, sprachlos machender Sinfonieschluss! Die Neunte als »Quintessenz aller Mahler-Sinfonien« sei eben schwer in Worte zu fassen, meint auch Alan Gilbert. Sie gebe »ein Bild davon, was es heißt, Mensch zu sein – in jeder Hinsicht«. Im Rahmen des »Internationalen Musikfests Hamburg« lässt der weltweit gefeierte Mahler-Dirigent mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester die Töne sprechen.

Künstler

NDR Elbphilharmonie Orchester

Dirigent Alan Gilbert

Programm

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 9 D-Dur

Veranstalter

NDR